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& Leben in Köln
Die Gründung Kölns in der Römerzeit
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Die Römerzeit war für Köln die
wichtigste Ära als entstehende Stadt. Doch lebten lange
zuvor bereits diverse Volksstämme hier am Rhein- strom.
So siedelten erst die Kelten im heutigen Köln und dann der germanische
Stamm der Ubier, die geschichtlich als Ureinwohner der Stadt betrachtet werden.
Als die römischen Truppen eintrafen, gab es wohl nicht
die sonst üblichen Schlachten um das Territorium,
denn
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die Ubier als die ersten "Kölner"
mochten es lieber friedlich. Deshalb schlossen sie
mit den
römischen Besatzern einen Friedens- vertrag und
zogen auf Bitten der Römer von der rechten auf die linke Rheinseite
um. Römer und
Ubier gründeten die Siedlung Oppidum Ubiorum ("Stadt der Ubier") und |
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bauten die neue Provinzstätte aus. Auf Wunsch der
Agrippina, die in Köln geboren
und später Gemahlin von Kaiser Claudius wurde, erhielt die Siedlung
der Ubier im Jahre 50 n. Chr. das römische Stadtrecht und den Namen
"Colonia Claudia Ara Agrippinensium" (CCAA).
Das bedeutet übersetzt
"Kolonie des Claudius und Standort des Altars der Agrippinenser".
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Über Köln in der Römerzeit
informiert in vorzüglicher Weise das
Römisch-Germanische Museum, direkt neben dem Dom. Infos
zum Museum unter Tel. 221-24438.
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| Berühmte
Kölner Persönlichkeiten |
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MARCUS
VIPSANIUS AGRIPPA (64-12 v. Chr.). Nachdem es den
Römern um 38 v. Chr. gelungen war, die germani- schen
Ubier von der rechten auf die linke Rheinseite umzu-
siedeln, gründete der römische Feldherr Marcus Agrippa
im Jahr 12 v. Chr. das "oppidum Ubiorum".
Diese römische Ubiersiedlung war der erste Schritt zur
Gründung Kölns als römische "Colonia" in 50
n. Chr.
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AGRIPPINA
DIE JÜNGERE (15-59 n. Chr.).
Geboren im heutigen Köln wird Agrippina anno 48 n. Chr.
zur Gemahlin des Kaisers Claudius und Mutter des späteren
Kaiser Nero. Im Jahre 50 schenkt Agrippina Köln das Stadtrecht.
Nett war sie dennoch nicht: Im Jahr 54 vergiftet sie ihren Gemahl, um Nero auf den Thron zu bringen.
Der lässt anno 59 seine Mutter ermorden.
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RAINALD
VON DASSEL (um 1120-1167). Geistliche Ausbil- dung in
Hildesheim und Paris, 1156 Berufung zum Reichs- kanzler durch Kaiser
Friedrich I. Barbarossa. 1159 Erzbi- schof von
Köln. Half Barbarossa 1164 bei der Eroberung Mailands,
bekam zum Dank die erbeuteten Gebeine der Heiligen Drei
Könige, die heute im Kölner Dom ruhen. Hier wurde
Rainald von Dassel in der Marienkapelle beigesetzt.
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ALBERTUS
MAGNUS (um 1200-1280). Dominikanermönch, lehrte Theologie
in Paris und baute ab 1248 in Köln
ein "studium generale" (Vorläufer der 1388
gegründeten Uni
Köln) auf, das er auch leitete. Ein berühmter Schüler
war Thomas
von Aquin. Verfasste Schriften über Aristoteles und
betrieb Studien der Naturwissenschaft. Die Gebeine des
Albertus Magnus befinden sich in St. Andreas in Köln.
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STEFAN
LOCHNER (um 1400-1451).
Wichtigster Vertreter der Kölner
Malerschule. Stefan Lochner arbeitete ab 1430 in Köln und war
später Mitglied
des Stadtrates. Berühmte Werke Lochners sind "Madonna in der
Rosenlaube", "Das jüngste Gericht" oder "Altar der
Stadtpatrone". Seine Bilder sind im Wallraf-Richartz Museum und im Dom ausgestellt.
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JAQUES
OFFENBACH (1819-1880). Als Jakob Offenbach in Köln
geboren. Lernte Cello und Violine. Ab 1833 Studium in
Paris. Komponierte dort an Boulevardtheatern. 1855
Grün- dung eines eigenen Theaters. Gilt als Vater der
Operette. Seine Werke wie "Hoffmans
Erzählungen" oder "Orpheus in der
Unterwelt" mit dem Cancan sind weltberühmt.
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KONRAD
ADENAUER (1876-1967). Gebürtiger Kölner, von 1917
bis 1933 Kölner Oberbürgermeister. Gründete 1919 die
Universität neu, schuf den Grüngürtel um Köln mit
dem Stadtwald sowie die KölnMesse. 1948 wirkte Adenauer
am Grundgesetz mit und wurde 1949 erster Kanzler der BRD. Leitete
Beitritt der BRD in die NATO und diplomatische Beziehungen mit
der UdSSR ein.
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HEINRICH
BÖLL (1917-1985). In Köln geboren, begann Böll
nach dem Abitur 1937 eine Buchhändlerlehre in Bonn. Er
studierte ab Sommer 1939 Germanistik in Köln, wurde im
Herbst zur Wehrmacht eingezogen. Nach dem 2. Welt- krieg
schrieb er Kurzgeschichten und Romane, wie etwa
"Gruppenbild mit Dame" von 1972 oder 1974
"Die verlore- ne Ehre der Katharina Blum",
sein populärstes Buch.
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TRUDE
HERR (1927-1991). In Köln geboren, wird mit 19
Jahren Schauspielerin und tritt u.a. im
Millowitsch-Theater auf. 1958 beginnt in Berlin ihre
Kinokarriere, "Trudi" wirkt in 30 Filmen mit
und hat Schlagerhits wie "Ich will keine
Schokolade". Sie betreibt von 1977 bis 1987 eine in
Köln renommiertes Theater. 1988 erhält Trude Herr das
Bun- desverdienstkreuz, stirbt 1991 an Herzversagen.
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WILLY
MILLOWITSCH (1909-1999). In Köln geboren, Sohn
einer Theaterfamilie. 1953 wurde er durch die
Übertragung des "Etappenhas" im TV national
bekannt. Spielte in 30 Kino- und vielen TV-Filmen mit,
zuletzt etwa als leicht tapsiger "Kommissar Klefisch". Seit 1989 Ehrenbürger der Stadt Köln. Sohn Peter leitet heute
das Theater, von den Töchtern macht Mariele im TV ("Nikola") Karriere.
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WOLFGANG
NIEDECKEN (*30.03.1951). Im Kölner Seve-
rinsviertel geboren, studiert der heute 60-jährige "Bob Dylan der Südstadt" Kunst in
Köln, um Maler zu werden. Gründet 1976 die Rockgruppe
"BAP" (von kölsch "Bapp" für
Vater). Niedecken singt fast alle Texte in Kölsch und
macht Köln und Dialekt europaweit beliebt. An seinen Vater erinnert "Verdamp lang
her", das wohl populärste Lied. 22 CDs gibt es
bisher, "Halv su wild" ist die neueste.
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Kölsch und seine drei Bedeutungen
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Kölsch bedeutet mehr als die Herkunft
aus der Domstadt am Rhein: Da ist einmal die offene
und humorvolle Art, die bisweilen auch
etwas derb daher kommt. Dann wiederum steht Kölsch für ein schmack-
haftes obergärig gebrautes
Bier, das nach ein paar Glas
die dritte
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"Kölsch-Dimension" beflügelt,
den kölschen Dialekt. Das flüssige Kölsch hat fast immer seinen
Anteil, wenn die Lust zu Feiern, Singen und Tanzen
in der Domstadt durch- bricht. Wegen des fast
südländischen Tem- peraments nennt man Köln
bisweilen scherzhaft die "nördlichste Stadt
Italiens". |
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Und obwohl nur ein kleiner Teil aller
Köln-Fans Kölsch versteht oder gar spricht, ist die Sprache durch Musik und
Karneval weit verbreitet: Ob "Bläck Föös",
"BAP", "Brings" oder
"Höhner", ob
in den großen Karnevalssitzungen oder beim Rosenmontagszug - kölsche
Unter- haltung (oder Unterhaltung aus Köln wie in
diversen TV-Serien) ist auch in anderen Teilen Deutschlands und
der Welt bekannt und beliebt. Dieser Erfolg hatte Wolfgang
Niedeckens Rockband "BAP" in den 90er Jahren sogar bis
nach China geführt.
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Infos über die Kölner
Mentalität, Mundart und Geschichte bei der "Akademie för uns
kölsche Sproch", Tel. 226-5791 oder unter www.koelsch-akademie.de.
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Als Köln zu Frankreich gehörte
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| Dank der
meterdicken Stadtmauern
war es fremden Truppen nie gelungen, Köln zu
erobern - bis zum 6. Oktober 1794, als die Truppen
Napoleons mit 12.000 Soldaten in Köln
einmarschierten und die Stadt fast 20 Jahre besetzten.
Die militärische Aggression war schon fast eine
Befreiung vom Muff des Mittelalters:
Denn was die Franzosen vorfanden, waren dreckige
Straßen, deren Häuser keine Nummern sondern
Namen hatten. Fremde fanden so nur sehr schwer zu einer
Zieladresse. So befahl General Daurier, der Kommandeur der
fran- zösichen Truppen, alle |
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Häuser der Stadt zu numerieren. Ein Haus bekam
der Legende nach die 4711, die bis heute als Marke für ein
Duftwasser aus Köln bekannt ist. Für einen besseren Duft sorgte auch
die Reinigung der Kölner Straßen, durch die
zuvor die Fäkalien flossen. Köln erhielt
zudem ein neues Rechtssystem, so etwa den Code
Civil, der Vorbild für das deutsche
BGB war, und freie
Gerichte. Ferner wurden die Zunftregeln des Handwerks aufgehoben, Klöster enteignet und die
Universität geschlossen.
Der damalige Rektor
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der Universität
Köln und spätere Mitbe- gründer eines
Kölner Museums,
Ferdinand Franz Wallraf, rettete viele Kunstwerke
des Mittelalters vor Raub und Zerstörung. Viele
Vokabeln und lustige Anekdoten aus der Kölner
Franzosenzeit sind in Köln bis heute überliefert. So warnten die Mütter ihre
Töchter vor einem Rendezvous mit den Soldaten -
sie sollten bloß keine Fisematenten machen. Das
Wort soll auf "Visitez ma tente!"
zurückgehen, also der Einladung der kölschen
Fräuleins in das Zelt eines französischen
Soldaten.
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Copyright
2012 - Nice City Tours Köln
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Interessantes über Köln
Chronik der Stadt Köln bis 1945
300
v. Chr.: Die Germa- nen erreichen den Nie- derrhein und verdrängen die
Kelten
100 v. Chr.: Die germani-
schen Eburonen lassen sich in Köln nieder
50 v. Chr.:
Die Römer haben Gallien erobert
38-12 v. Chr.: Die Ubier werden von den Römern am linken
Rheinufer angesiedelt. Das "oppi- dum Ubiorum" wird gegründet
50 n. Chr.: Auf Wunsch seiner
Gattin, der in Köln geborenen
Agrippina, verleiht Kaiser Claudius das römische Stadtrecht. Die Stadt
erhält den Namen Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA)
100 n. Chr.: Köln ist
Hauptstadt der römische Provinz Niedergermanien
310 n. Chr.:
Der römische Kaiser Konstantin lässt die erste feste Brücke
zum Kastell Divitia (Deutz) auf der rechten Rheinseite bauen
1164 bringt Rainald von Dassel, Reichskanzler und Erzbischof von
Köln, die Reliquien der Heiligen Drei Könige nach Köln
1248 wird der Grundstein des gotischen Doms gelegt
1288 wird Köln nach der gewonnenen Schlacht
der Bürger gegen die Truppen von Erzbischof Siegfried freie Stadt
1388
Gründung der Kölner Universität
1396 beschließt die Bürgerschaft eine eigene Stadtverfassung,
den "Verbundbrief"
1475 wird Köln auch formal Freie Reichsstadt
1560 werden die Arbeiten am Dom
wegen Geld- mangels
eingestellt
1794 wird Köln von den französischen
Revolu- tionstruppen
kampflos besetzt
1815 spricht der Wiener Kongress Köln dem Königreich Preußen zu
1842 wird der Bau des Doms fortgesetzt
1880 ist der Kölner Dom endlich vollendet
1881 beginnt der Abriss der Stadtmauer
1917 Konrad Adenauer wird Oberbürgermeister
1919 wird die Universität
neubegründet
1923 entsteht das Müngersdorfer Stadion,
heute "Rheinenergie Stadion"
1945 beginnt der Wiederaufbau der im
Zweiten Weltkrieg zu 70% zerstörten
Stadt
Kölsche Sagen und Spiele
Reitergeneral
Jan von Werth
Knecht Jan (1593-1652)
ist in die Magd Griet ver- liebt, wird aber abgewie- sen, weil er ihr zu arm
ist. Es folgt dann der Dreißigjährige Krieg, aus dem Jan
der Sage nach als Reitergeneral zurück- kehrt. Jetzt wird er von Griet umworben, nun hat Jan kein
Interesse mehr an ihr. Diese Geschichte wird
an Weiberfastnacht immer vor dem Severin- stor aufgeführt. An Jan
von Werth erinnert in Köln auch der Brunnen mit einem mannshohen Standbild auf dem Alter Markt und ein
Karnevals- verein, der den Namen des Bauernsoldaten trägt. mehr
Das Hänneschen Theater
Das Stockpuppentheater
mitten in der Altstadt gibt es seit 1802 und zeigt Stücke aus dem Leben kölscher Originale
mit ihren Sorgen und
Nöten. Hauptfigur ist
das "Hännesje" - ein pfiffiger und vorlauter Schlingel,
der mit seiner Freundin "Bärbelche"
jedes Problem gewitzt zu lösen weiß. Das Theater ist auch bei
Erwachsenen sehr beliebt. Die Dialoge sind alle in kölscher Sprache
- und dennoch verständlich auch für Nicht-Kölner. Das
Theater ist mitten in der Altstadt am Eisenmarkt. Leider ist
an Karten für die Vor- stellungen oft nur schwer zu kommen,
deshalb am besten lange voraus- planen. Weitere
Infos unter Tel. 2581201. mehr
Kölner Heinzel-
männchen
Einst war es in Köln am Rhein,
dass die fleißigen Heinzelmännchen den Handwerkern halfen
und über Nacht war die Arbeit getan, bis die neugierige Frau
des Schneiders Erbsen auf die Treppe streute. Als die
Heinzel- männchen
purzelten und zürnten, war es mit den Diensten vorbei und
bis heute
heißt es wehmütig: "Ach wie war's in Köln doch ehedem
mit Hein- zelmännchen so bequem!" An diese Sage erinnert
ein Brunnen neben dem Brauhaus Früh am Dom. mehr
Hinweis:
Für alle Rufnummern gilt die Vorwahl 0221, wenn keine andere
genannt ist. Alle Angaben ohne Gewähr.
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